Seit ich im Dreischichtsystem arbeite, achte ich stärker darauf, meinem Körper das zu geben, was er durch den unregelmäßigen Rhythmus zusätzlich braucht. Magnesium ist dabei eines der Themen, über die ich am meisten gelesen und selbst ausprobiert habe – hier meine Erfahrung und worauf ich beim Kauf achte.
Warum Magnesium im Schichtdienst überhaupt ein Thema ist
Magnesium spielt eine Rolle für Muskeln, Nerven und die allgemeine Entspannung des Körpers. Gerade bei unregelmäßigem Schlaf und Stress durch wechselnde Schichten greifen viele Schichtarbeiter deshalb zu einer zusätzlichen Zufuhr über Nahrungsergänzung – als Unterstützung, nicht als Ersatz für ausreichend Schlaf oder eine ausgewogene Ernährung.
Wichtiger Hinweis vorweg
Ich bin kein Arzt oder Ernährungsberater – das hier sind meine persönlichen Erfahrungen und Recherchen, keine medizinische Empfehlung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheit lieber vorher kurz mit Arzt oder Apotheke sprechen, gerade bei der Dosierung.
Worauf ich beim Kauf achte
Die Form des Magnesiums
Es gibt verschiedene Magnesiumverbindungen. Organische Formen wie Citrat oder Bisglycinat gelten als besser verträglich für den Magen und werden vom Körper leichter aufgenommen als z.B. Magnesiumoxid, das zwar viel „reines“ Magnesium liefert, bei mir aber eher zu einem flauen Magen geführt hat.
Die Dosierung
Als grober Richtwert werden häufig 300-400mg Magnesium pro Tag genannt. Ich schaue beim Kauf immer genau auf den tatsächlichen Magnesiumgehalt pro Kapsel/Tablette, nicht nur auf die Gesamtmenge des Präparats – das wird auf Verpackungen manchmal unübersichtlich dargestellt.
Zusatzstoffe
Manche Präparate kombinieren Magnesium mit B-Vitaminen oder pflanzlichen Extrakten. Das kann sinnvoll sein, macht den Vergleich aber unübersichtlicher – für den Einstieg würde ich eher zu einem einfachen, gut dosierten Magnesium-Präparat ohne viel Zusatz raten.
Kapsel vs. Pulver vs. Direktgranulat
Kapseln sind unkompliziert für unterwegs/die Arbeit, Pulver oft günstiger pro Dosis, muss aber angemischt werden – für die Tasche zur Nachtschicht sind mir Kapseln lieber.
Wann ich es einnehme
Ich nehme es abends vor dem Schlafengehen, unabhängig davon, ob das bei mir gerade 22 Uhr oder 8 Uhr morgens ist – also passend zur jeweiligen „Schlafenszeit“ im aktuellen Schichtrhythmus.
Mein Fazit
Für mich ist Magnesium ein kleiner, aber spürbarer Baustein neben den anderen Dingen, die ich für besseren Schlaf im Schichtdienst mache (siehe Artikel „Schichtarbeit und Schlaf“) – kein Wundermittel, aber eine sinnvolle Ergänzung.